Was wäre, wenn es Weine gäbe, die nicht darauf abzielen, schnell zu gefallen, sondern länger im Gedächtnis zu bleiben, wie ein Gespräch, das einfach beginnt und plötzlich an Bedeutung gewinnt? Im Norden der Rhône (Frankreich), in Cornas, ändert sich das Landschaftsbild.
Die Hänge werden steiler, das Gestein tritt stärker hervor, die Luft ist trockener.
Dort arbeitet das Team von M.
Chapoutier mit einer Philosophie, die sich im Laufe der Zeit nicht verändert hat: dem Terroir die Freiheit zu geben, ungestört zu sprechen, auch wenn das Gesagte nicht unmittelbar ist, auch wenn es Geduld erfordert.
Es ist eine Art, Wein als etwas zu verstehen, das entdeckt wird, nicht als etwas, das erklärt wird.
M.
Chapoutier Cornas Saint Pierre wird aus Syrah-Trauben hergestellt, die in Betontanks vergoren und mazeriert werden, bevor sie in Eichenfässern reifen.
Dieser Rotwein besitzt die zurückhaltende Energie der Höhenlagen.
Zunächst wirkt er zurückhaltend, fast asketisch, doch nach und nach entfaltet sich eine tiefe schwarze Frucht, eine würzige Note und eine Textur, die am Ende des Tages an feuchten Stein erinnert.
Die Reifung mildert die Botschaft nicht, sondern ordnet sie; sie macht sie präziser, länger, ernster, ohne an Wärme zu verlieren.
Am Ende bleibt keine offensichtliche Szene, sondern ein subtileres Gefühl: das Gefühl, etwas gegenübergestanden zu haben, das sich nicht aufdrängt, aber auch nicht vergessen wird.
Wie jene Momente, in denen nichts Dringendes passiert.
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und dennoch scheint alles zu geschehen.